Lange Haare im Winter…

…sind eine Sache für sich.

Hmm…oder besser noch.

Alle Jahre wieder, der Kampf mit Heizungsluft, Schals und kalten Ohren.

Viele kennen es, die kalte Jahreszeit hat eingesetzt und man holt die warmen Sachen heraus. Die Haare fangen an zu fliegen, sind störrisch und fühlen sich trockener an. Was tun?

Muss man etwas tun?

Ich für meinen Teil sage ja. Zumindest für mich selbst.

Ich habe lange Haare, die ich auch gerne auf unbestimmte Zeit behalten möchte. Also ist eine vernünftige Pflege generell unabdingbar.

Was das nun mit dem Winter zu tun hat?

Meine Haare reagieren auf Heizungsluft etwas divenhaft. Sie laden sich gerne auf, stehen in alle Richtungen ab und die Längen werden trockener. Der böse Frizz kommt.

Und mit dieser Haarlänge sieht Frizz noch verbotener aus als sonst. Gut, nicht das ich meine Haare oft offen trage. Am liebsten habe ich sie zu einem Dutt verpackt und mit hübschem und gleichzeitig praktischen Haarschmuck verziert.

Nichts desto trotz ist Frizz auch im Dutt sichtbar. Also versuche ich meine Haare im Winter besonders gut zu pflegen.

Im Laufe der Jahre habe ich viele verschiedene Produkte ausprobiert und meine für mich optimale Zusammenstellung gefunden.

Haarpflege im Winter

Links zu sehen sind meine Standard Haarkur und Spülung.

Beides von der Firma SheaMoisture und mit unglaublich langen Produktnamen.

Eigentlich ist es Haarpflege für afrokrauses Haar, dass soweit ich es verstanden habe, von Natur aus sehr trocken ist. Somit aber auch passend für mich.

Warum?

Wie viele andere auch, habe ich so manche Färbe-Eskapade in den letzten 15 Jahren hinter mich gebracht. Vor 5 Jahren entdeckte ich dann Henna für mich, was ich auch eine Weile nutzte und vor nunmehr fast 3 Jahren hatte ich dann selbst darauf keine Lust mehr. Ich lasse nun meine Naturhaarfarbe herauswachsen. Was ein Akt an sich ist mit der Länge aber dazu irgendwann mehr in einem eigenen Beitrag.

Der qualitative Unterschied der Haare ist einfach enorm.

Die armen Längen jedoch sind natürlich aufgrund der Chemieklötzer besonders empfindlich und in Mitleidenschaft gezogen. Verlangen dementsprechend natürlich auch mehr Pflege als die obere Hälfte, die nur 2-3 Mal mit Henna in Berührung kam oder der komplett unbehandelte Bereich.

Dementsprechend ist eine reichhaltige Pflege sehr wichtig. Aber nicht nur ab und an eine Haarkur und Spülung dazu.

Nö…für mich gehört da etwas mehr dazu. 2-3 Mal in der Woche gibt es eine sogenannte LOC für die Flusen (Liquid-Oil-Cream).

Die Zutaten dazu sind im rechten Bild zu sehen. Im Braunglas Fläschchen ist ein DIY Sprüh Leave-In, im grünen Fläschchen ist ein Haaröl auf Kokosöl Basis und eine der beiden Haircreams (beide von der Firma Heymountain und generell empfehlenswert ;))bildet den Abschluss.

Ich möchte nicht zu weit ausholen, denn zu diesem Thema findet man im Netz und auf YouTube unzählige Beiträge (besonders empfehlenswert ist da der Blog und YouTube channel von haartraum).

Ich selbst gehe wie folgt vor. Nach dem Waschen oder auch zwischendurch sprühe ich die Längen mit dem Spray ein, danach kommt das Öl zum Einsatz. Wobei ich vorsichtig bin es nicht zu übertreiben.

Ich will ja nicht aussehen, als ob ich meine Haare in die Fritöse getunkt habe.

Den Abschluss bildet dann eine kleine Menge Haircream.

Das ganze hat mich so nun recht gut durch die letzen Winter gebracht ohne das ich permanent aussehe als ob ich in die Steckdose gegriffen habe.

Im ersten Moment hört sich das ganze vielleicht auch recht aufwendig an, ist aber nicht der Fall. Ich brauche vielleicht 5 Minuten für das ganze Prozedere. Und es lohnt sich für mich.

 

Ein anderes Problem sind kalte Ohren.

Ich hasse sie!!! Aber ich war noch nie der Mützentyp und selbst wenn, eine Mütze mit Dutt drinne lässt mich etwas wie einen Conehead aussehen. Nicht sonderlich schmeichelhaft. Ohrenschützer sind eine gute Alternative aber für mich sehr schwer zu finden. Normale Stirnbänder waren auch nie so das Wahre.

Als ich im Haarforum das erste Mal von Calos gehört hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. Im Prinzip ist es ein verhältnissmäßig breites Stirnband, dass einen Verschluss hat und dort schmal zusammen läuft.

Wunderbar zu tragen mit Dutt oder Zopf. Es schmiegt sich aufgrund der Form an den Kopf an, bedeckt die Ohren und im Nacken kann es nicht hochrutschen. Man kann es aber hervorragend an und ausziehen ohne die Frisur in Mitleidenschaft zu ziehen. Was ein weiterer Pluspunkt ist.

Dieses Exemplar habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Aber ich mache auch selbst welche, passend zum jeweiligen Haarschmuck und der aktuellen Laune.

Wer stricken kann, hat so ein Calo (oder besser gesagt Calorimetry) an einem Abend fertig. Im Netz finden sich dutzende Anleitungen dazu. Alternativ kann man aber auch bei Etsy und DaWanda fündig werden.

Hier ist noch eins in Aktion zu sehen.

Passende Armstulpen sind übrigens auch was schönes und vielleicht eine gute Idee für ein Last Minute Weihnachtsgeschenk.

So und wer es bis hierhin Geschäft hat. Glückwunsch!!!

Ich bin und bleibe eine  Quasseltante auch auf virtuellem Papier.

Bis zum nächsten mal.

 

 

 

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Author: Tanueee

33 Jahre alt, Dosenöffnerin, Handarbeitsverrückte Leseratte mit Haarspleen.